Demenzfreundliches Wien


√úber die Plattform

Das Netzwerk "Demenzfreundliches Wien" ist ein Bogen, den die Stadt Wien √ľber alle Initiativen spannt, die sich zum Thema Demenzfreundlichkeit engagieren. Es bildet ein Dach, unter dem Synergien entstehen, es sich strukturiert arbeiten l√§sst und voneinander gelernt wird.

Projektgemeinschaften und Stakeholder aus den unterschiedlichsten Bereichen arbeiten interdisziplin√§r im Netzwerk zusammen. Der Fokus liegt dabei stets auf der Gestaltung der bestm√∂glichen Lebenswelt(en) f√ľr Menschen mit Demenz sowie f√ľr ihre Angeh√∂rigen und Bezugspersonen. NetzwerkpartnerInnen erhalten Zugang zu regelm√§√üigen Netzwerktreffen sowie zu strukturierten Austausch- und Kollaborationsm√∂glichkeiten.

Konkrete Herausforderungen werden im Netzwerk aufgegriffen und bearbeitet. Unter anderem sind derzeit folgende Maßnahmen in Planung:

Seit Juni 2018 entsteht in der Stadt Wien ein Netzwerk, dass alle vorhandenen Aktivit√§ten zum Thema Demenzfreundlichkeit unter einem Dach b√ľndelt. Die Wiener SeniorInnenbeauftragte Dr.in Susanne Herbek ist gemeinsam mit ihrem Team die koordinierende Schnittstelle f√ľr alle Involvierten und Interessierten.


√úber Demenz

Was ist Demenz?

Demenz ist der Oberbegriff f√ľr Krankheitsbilder, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen wie dem Ged√§chtnis, dem Denken, der Orientierung und dem Verkn√ľpfen von Denkinhalten einhergehen. Schwer Erkrankte k√∂nnen allt√§gliche Aktivit√§ten nicht mehr eigenst√§ndig durchf√ľhren. Die h√§ufigsten Formen der Demenz sind die Alzheimer-Demenz, die vaskul√§re Demenz, frontotemporale Demenzen, die Lewy-Body-Demenz und die alkoholinduzierte Demenz.

Diagnostik von Demenzerkrankungen

Die ersten Anzeichen einer Demenz √§hneln dem normalen Alterungsprozess, der h√§ufig mit einem Nachlassen geistiger F√§higkeiten einhergeht. Niemand sollte in Panik geraten, wenn maner die Brille verlegt hat oder gelegentlich einen Geburtstag vergisst. Nicht jede Alterserscheinung ist ein Anzeichen f√ľr eine Demenz. Dennoch sollten alle Anzeichen ernst genommen und √§rztlich abgekl√§rt werden. Je fr√ľher eine Demenzerkrankung diagnostiziert wird, desto fr√ľher kann auch die Behandlung beginnen und desto besser sind die Behandlungsm√∂glichkeiten. Um eine Demenz verl√§sslich diagnostizieren zu k√∂nnen, bedarf es verschiedener Fachleute. Die erste Ansprechperson ist in der Regel die Haus√§rztin oder der Hausarzt. Der Verdacht auf eine Demenz wird danach fach√§rztlich abgekl√§rt. Spezielle Testverfahren werden in Memory-Kliniken oder Ged√§chtnisambulanzen durchgef√ľhrt.

Behandlungsmöglichkeiten

Obwohl die Medizin nach neuen Behandlungsmethoden forscht, z. B. an einer Impfung gegen die Demenzerkrankung, gibt es derzeit noch kein Medikament, das eine Demenzerkrankung "heilt". Es gibt allerdings Medikamente, die den Krankheitsverlauf verzögern und das Befinden der Betroffenen verbessern können. So lassen sich mit Medikamenten Gedächtnisleistung, Konzentration und Aufmerksamkeit steigern, und negative Begleitsymptome wie Unruhe und Schlaflosigkeit können behandelt werden.


Ich bin BetroffeneR oder An- oder ZugehörigeR

Fachliche Informationen √ľber das Krankheitsbild "Demenz" sowie Tipps, wie Betroffene, Angeh√∂rige und Bezugspersonen den Alltag besser meistern k√∂nnen, finden Sie im Ratgeber f√ľr den Alltag.

Gruppen zum Austausch unter Betroffenen, Angehörigen und Bezugspersonen:

In Tageszentren können Betroffene regelmäßig einzelne oder mehrere Tage pro Woche in entspannter Atmosphäre verbringen:

Weitere Informationen f√ľr pflegende Angeh√∂rige und Bezugspersonen finden Sie in der Brosch√ľre "Pflegende Angeh√∂rige", die Sie hier einsehen oder direkt bestellen k√∂nnen.


Ich möchte beim Netzwerk mitmachen

Sie repräsentieren eine Initiative, eine Projektgruppe, eine Organisation oder einen Verein? Sie beschäftigen sich mit Demenz und Demenzfreundlichkeit?

Sie arbeiten in einem Bezirk, vertreten eine öffentliche Einrichtung oder sind eine Privatperson? Sie möchten Ihren Bezirk "demenzfreundlich" machen?

Kontaktieren Sie uns!
B√ľro der Wiener SeniorInnenbeauftragten
Judith Sandberger, judith.sandberger@fsw.at
+43 (0) 5 05 379 - 66 592